Ritterkreuzträger

Major der Reserve
Plettner, Erich
Ritterkreuz am:
01.01.1944
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    Das Ritterkreuz als Orden

Die höchste militärische Auszeichnung im zweiten Weltkrieg ist das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Es wurde am 1.9.1939 mit Beginn des Polenfeldzuges als neue und höhere Stufe des Eisernen Kreuzes gestiftet. Voraussetzung zur Verleihung war der Erwerb der Eisernen Kreuze zweiter und erster Klasse. Das Deutsche Kreuz in Gold war nicht Voraussetzung, war aber oft zuvor errungen worden. Das Ritterkreuz wurde für besondere Tapferkeit und hervorragende Truppenführung verliehen, die sich durch selbständiges Handeln kampfentscheidend auswirkte. Der militärische Rang spielte dabei überhaupt keine Rolle, auch wenn nicht von der Hand zu weisen ist, dass höhere Dienstgrade durch ihre Stellung, aber v. a. durch ihre lange Dienstzeit und militärischen Taten mehr Berücksichtigung fanden. Die Verleihungskriterien waren sehr streng und wurden am 3.6.1941 durch das Oberkommando des Heeres erlassen. Im Polen- und Frankreichfeldzug noch sehr selten vergeben, wuchsen die Verleihungen im Laufe des Rußlandfeldzuges expotential an, so daß weitere Stufen zur Unterscheidung nötig waren: dies sind das Eichenlaub (882 mal verliehen = 0,004%), die Schwerter (159 mal verliehen = 0,0008%), die Brillanten (27 mal verliehen = 0,0001%) und das goldene Eichenlaub (1 mal verliehen). Insgesamt wurde das Ritterkreuz 7361 mal nachweislich verliehen (= 0,04%), übrigens auch an Nichtdeutsche der verbündeten Streitkräfte. Die Gesamtzahl der eingesetzten deutschen Soldaten von ca. 20 Millionen (= 100%) dokumentiert die hohe Würde dieser Auszeichnung. Jeder mit dem RK ausgezeichnete Soldat erhielt ein “vorläufiges Besitzzeugnis” in DIN A 5 und den Eintrag ins Soldbuch. Die große Verleihungsurkunde (vgl. “Die Urkundenmappen und -kassetten zum Ritterkreuz”) aus Ledereinband und Pergamenteinlage wurden nur bis ca. 9/1942 ausgehändigt. Der Orden wurde am Halse getragen, tagtäglich auch im Kampf, an einem orangeroten-schwarz-weißen Band. Es kam jedoch vor, dass einzelne Soldaten aus Bequemlichkeit, der Sicherheit oder Bescheidenheit darauf verzichteten. Form und Aussehen lehnen sich stark an das Eisernen Kreuz an. Es ist jedoch etwas größer (ca. 48,3mm) und schwerer (ca. 32 g). Die Vorderseite zeigt das Hakenkreuz und die Jahreszahl 1939, die Rückseite nur die Zahl 1813. Es besteht aus einem schwarz lackierten Eisenkern mit einem Silberrahmen. Gestempelt war es unter der Trageöse rückseitig mit der Silbergehaltsbezeichnung “935" oder “800". Herstellerzeichen (“L 12" später “2" = Fa. Juncker, “65" = Fa. Klein & Quenzer oder “4" = Fa. Steinhauer & Lück) sind rechts neben der Silberbezeichnung nur manchmal gepunzt. Verpackt war die Auszeichnung in einem genarbten, schwarzen Kunstlederetui mit den Maßen 79x124x26,5 mm mit schwarzer Samteinlage und Band. Es gibt viele verschiedene Ausführungen betreffend der Form der Kantenlinierung und der Narbung. Als zusätzlichen Schutz war es in einer Verpackungshülle aus Pappe aufbewahrt.

Ausgewählte Literatur: 
1. Harald Geißler, “Das Eiserne Kreuz von 1913 bis heute”, Militärverlag Klaus D. Patzwall, Norderstedt
2. Jörg Nimmergut, “Das Eiserne Kreuz 1813-1957", VDM Heinz Nickel, Zweibrücken
3. Jörg Nimmergut, "Deutsche Orden und Ehrenzeichen", Band III+IV, Eigenverlag, München
Weitere Bücher zu diesem Thema finden sich in der Literaturliste “Bücher zur Geschichte der Ritterkreuzträger und des Ritterkreuzes” vom Autor, wo auch diese und andere Fotos erworben werden können: Christian Heine, Laura-Schradin-Weg 58, 72762 Reutlingen, 07121/205060

Das Ritterkreuz

...mit Eichenlaub ...mit Eichenlaub und Schwertern
... mit Eichenlaub, Schwertern
und Brillanten
... mit goldenem Eichenlaub,
Schwertern und Brillanten

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